Die gute Schweizer Art

Die Schweiz ist eine seri÷se Anarchie.
Die Schweiz ist eine seri÷se Anarchie.

Ein bunt gemischtes System. Freundschaften, Absprachen, Gef├Ąlligkeiten, Kompromisse gemischt mit viel Bauernschl├Ąue machen die Schweiz erfolgreich. Moralisch nicht einwandfrei aber jeder profitiert davon. Die Schweiz ist eine seri├Âse Anarchie.

Das Schweizer System ist ein willk├╝rlich zusammengesetzter Flickenteppich. Es besteht aus einer Ansammlung von Absprachen, gegenseitigen Gef├Ąlligkeiten und faulen Kompromissen.

Hinter dem Schleier des F├Âderalismus verbirgt sich G├╝nstlingswirtschaft und Klientismus. Was in der Schweiz als gute Schweizerart gilt, wird im europ├Ąischen Ausland als Korruption bezeichnet.

Niemand, selbst die oberste politische Beh├Ârde blickt durch. Interessenbindungen und Kl├╝ngeleien werden im Namen der Diskretion verschwiegen.

Land der Kollaboteure

Die Schweiz wurde reich, weil sie vom Zweiten Weltkrieg verschont wurde. Die Industrie kollabierte mit Nazideutschland, sie wurde ein Teil der Naziindustrie. Die Alliierten durften die Schweiz als Informationsdrehscheibe und Notlandeplatz f├╝r ihre Bomber benutzen.

Als 1945 Europa in Schutt und Asche lag, musste in der Schweiz die Industrie und Infrastruktur nicht wieder aufgebaut werden. Dies verschaffte der Schweiz den Vorsprung, den sie zum reichsten Land in Europa machte.

Die Schweiz konnte sich bei den Amerikanern mit einer Abschlagszahlung von ihrer braunen Vergangenheit loskaufen.

Das in der 1935 eingef├╝hrte Bankgeheimnis wurde zum Fundament des Wohlstands. Dank der Verschwiegenheit der Banken konnten illegale und kriminelle Gelder gewinnbringend angelegt werden.

Die Industrie tat sich kein Zwang an. Waffenhandel mit Diktatoren, gepanschte Medikamente und Lebensmittellieferung in die Dritte Welt. Kein Gesch├Ąft war zu schmutzig und zu dubios f├╝r die Schweizer Industrie.

Der Abschuss eines Flugzeuges des IKRKs mit einer B├╝hrle-Oerlikon Kanone im Biafra-Krieg (1966/68) machte die Doppelmoral zu einem Politikum.

Das Schweizer Volk gelangte ├╝ber die Steuerabgaben der Banken und der Industrie in den Genuss des schmutzigen Geldes. Mit dem schmutzigen Geld der Wirtschaft wurde das System aufgebaut und finanziert.

Das System ist so schmutzige wie das Geld von dem es lebt. Das System hat eine plutokratische Kaste hervorgebracht, die sich grossz├╝gig selber bedient.

Eine Hand w├Ąscht die Andere ÔÇô S├Ąudeckeli ÔÇô S├Ąuh├Ąfeli.

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht

Die Weltwirtschaftskrise hat das System ins Stocken gebracht. Die Finanzkrise hat die Staatskassen leer gefegt. Das Geld ist knapp, alle Staaten m├╝ssen Schulden machen.

Die Friedensdividende ist ausgesch├Âpft, der Bonus aus den Tagen des Zweiten Weltkriegs ist aufgebraucht.

Die Amerikaner und Europ├Ąer akzeptieren die Rosinenpickerei der Schweiz nicht mehr. Illegale Gesch├Ąfte, ├╝berall profitieren und nichts dazu Beitragen, wird heute nicht mehr akzeptiert.

Die Idee zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung zu unterscheiden wird nicht mehr akzeptiert. Die Steueroase wird trockengelegt und die Schweizer m├╝ssen ihren Teil zu den Kosten beitragen.

Zeichen des Wandels

Die Zeichen das ein Wandel notwendig wird mehren sich. Das Gesundheitswesen nicht mehr finanzierbar. Die Armee verschlingt Geld und ist nur bedingt einsatzf├Ąhig. Es fehlt das Geld um die Infrastruktur, zu sanieren. Die hoch subventionierte Landwirtschaft produziert am Markt vorbei.

Heute ist es schon eine ausgemachte Sache das die Steuern und Krankenpr├Ąmien steigen und die Renten und Pensionen gek├╝rzt werden. Der Wohlstand f├╝r Alle geh├Ârt der Vergangenheit an. Der Wohlstand bleibt der Oberschicht und dem gehobenen Mittelstand vorbehalten.

Zwei von drei Schweizer k├Ânnen sich knapp ├╝ber Wasser halten. Die Schweiz geht unruhigen Zeiten entgegen. Die Spannungen der Zwischenkriegsjahre k├Ânnen jederzeit wieder zur├╝ckkehren

Publiziert am: 21.11.2018  •  Kategorie: Finanz und Wirtschaft 


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